Ein Dorf bleibt.
Die Zeit bewegt sich.

Vom ersten Namen bis zur Gegenwart. Zehn Stationen, ein Dorf – und Geschichten, die sich beim Weiterblättern verbinden.

Steinerne Treppe und Glockenturm der Kapelle an der Brunnenstraße in Lütgenade, 2019
Ein Stück Dorfgeschichte: die Kapelle an der Brunnenstraße.
Foto: Riskafbazz · 2019 · CC BY-SA 4.0
Die ersten Spuren

Ein Name taucht auf.

Im Ortsnamenbuch ist Lütgenade um 1197 als „Lutkenh A“ belegt. Der überlieferte Name deutet vermutlich auf ein kleines Gewässer hin. Über die Jahrhunderte wird aus verschiedenen Schreibweisen schließlich Lütgenade.

Ortsnamenbuch · S. 151–152
01 / 10

Auch ein Name hat Geschichte.
Lutkenh A → Lutteken Ade → Lüttkenade → Lütgenade

Die Quellen dahinter

Die kleinen Details
machen den Unterschied.

Eine Jahreszahl ist ein Anfang. Was dahintersteckt, lässt sich in den Quellen entdecken.

01Ist 1197 das Gründungsjahr?

„Um 1197“ datiert den frühesten hier verwendeten Namensbeleg. Daraus folgt kein genaues Gründungsdatum des Dorfes. Zum Ortsnamenbuch ↗

02Wo beginnen die Kirchenbücher?

Das Kirchengemeindelexikon verzeichnet für Lütgenade Kirchenbücher ab 1815, darunter Taufen, Trauungen, Begräbnisse und Konfirmationen. Ältere Einträge sind unter Golmbach verzeichnet. Zum Kirchenbuchnachweis ↗

03Wie liest man ein altes Bauinventar?

Steinackers Inventar erschien 1907. Seine Beschreibungen sind eine historische Momentaufnahme. Sie sagen nicht automatisch, welche Gebäude heute unverändert erhalten sind. Das Digitalisat öffnen ↗